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Blick auf den Islam – Susanne Schröter

Rückansicht dreier Musliminnen in Berlin-Neukölln

Blick auf den Islam – Susanne Schröter

Seit über 20 Jahren forscht Susanne Schröter zum Islam. Warum man problematische Geschlechterbilder benennen muss und liberale Kräfte stärker in den Gremien vorkommen sollten, erzählt die Ethnologin in der Redezeit.

Prof. Dr. Susanne Schröter, Leiterin des Frankfurter Forschungszentrum Globaler Islam

Prof. Dr. Susanne Schröter

Wie kann ein friedliches und modernes Miteinander zwischen Gläubigen und Nicht-Gläubigen in einer pluralistischen Gesellschaft gelingen? Es komme darauf an, nicht alle Musliminnen und Muslime in einen Topf zu werfen, sagt die Islam-Expertin Susanne Schröter. Doch die Mehrheitsgesellschaft dürfe problematische und patriarchalische Strukturen und frauenfeindliche Einstellungen nicht einfach ignorieren und hinnehmen. Seit der verstärkten Ankunft muslimischer Männer sei es wichtig, ein modernes Frauenbild in Deutschland zu verteidigen. Ein Problem sieht die Wissenschaftlerin auch darin, dass in Gremien vor allem konservative und Vertreter des politischen Islams vertreten seien. So ist es vor allem die vom türkischen Religionsministerium finanzierte Ditib, die etwa die Islamkonferenz oder einen universitären Beirat präge. Liberale Kräfte seien weniger organisiert.

Susanne Schröter ist Professorin am Institut für Ethnologie an der Universität Frankfurt am Main und Direktorin des Forschungszentrum Globaler Islam. Seit über 20 Jahren hat sich die Wissenschaftlerin mit dem Islam beschäftigt. Immer wieder ist das Verhältnis der Geschlechter Thema ihrer Forschung. Dabei betrachtete sie unter anderem Frauenbewegungen in der islamischen Welt und Konstruktionen von Gender und Sexualität.

Redaktion: Claudia Dammann

Blick auf den Islam - Susanne Schröter

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit | 12.12.2018 | 26:17 Min.

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