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Die Neugier der Forscher - Helga Nowotny, Soziologin

Helga Nowotny

Die Neugier der Forscher - Helga Nowotny, Soziologin

"Madame Wissenschaft": Die Österreichische Soziologin Helga Nowotny ist eine der gefragtesten Wissenschaftsforscherinnen weltweit. Wie steht es um die Wissenschaften in einer Zeit, die von Krisen und Umbrüchen geprägt ist?

Helga Nowotny kam am 9. August 1937 zur Welt; sie studierte zunächst Jura, dann Soziologie in Wien, New York und Cambridge; ihre Habilitation erhielt sie – mit dem Schwerpunkt Wissenschaftsforschung – an der Universität Bielefeld. Sie forschte und lehrte in Berlin, Zürich, Paris, Budapest und Wien; sie hat den Europäischen Forschungsrat mit aufgebaut, war von 2010 bis 2013 dessen Präsidentin. Mit 80 Jahren ist Helga Nowotny heute immer noch vielfach aktiv – unter anderem als Vizepräsidentin des Kuratoriums für die Tagungen der Nobelpreisträger in Lindau, als Gastprofessorin der Technischen Universität Nanyang und als Mitinitiatorin des "March for Science".

In ihren Forschungsprojekten und Publikationen hat Helga Nowotny sich unter anderem mit den Geschlechterverhältnissen in den Wissenschaften beschäftigt; sie hat erforscht, wie wissenschaftliche Durchbrüche entstehen - und damit zusammenhängend auch mit der Frage, welche Bedeutung Innovation hat bzw. wie Innovation im Rahmen von Grundlagenforschung gefördert und gezielt erreicht werden kann. Helga Nowotny hat zudem immer wieder das Verhältnis von Wissenschaft und Gesellschaft untersucht; sie plädiert für mehr Transparenz und ein stärkeres Miteinander.

Grundlage von allem, so die Wissenschaftsforscherin, sind die unersättliche Neugier und die unendliche Vorstellungskraft des Menschen – die mit Hilfe der Wissenschaften letztlich fast alles erreichbar scheinen lässt, was der Mensch erreichen möchte.

Die Neugier der Forscher - Helga Nowotny

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit | 04.12.2017 | 29:33 Min.

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Redaktion: Gundi Große