Verzweifelte Vereinigte Staaten - Klaus Brinkbäumer

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Verzweifelte Vereinigte Staaten - Klaus Brinkbäumer

Der Chefredakteur des Spiegel hat ein Buch mit provokantem Titel geschrieben: "Nachruf auf Amerika. Das Ende einer Freundschaft und die Zukunft des Westens" heißt es.

Klaus Brinkbäumer (Chefredakteur und langjähriger USA-Korrespondent des Nachrichtenmagazins 'Der Spiegel'

Er ist in Münster geboren und beschäftigt sich seit seinem Politik- und Psychologie-Studium an University of California kritisch mit der politischen und kulturellen Entwicklung der USA. 2007 konnte Klaus Brinkbäumer als Korrespondent für den Spiegel einen Traum verwirklichen: "...in New York zu leben und zu arbeiten, und ich hatte Glück: Es kamen die Krisenjahre und die Jahre Barack Obamas, es waren also doppelt aufregende Jahre für Korrespondenten." Nach vier Jahren in seiner zweiten Heimat, kam der zwei Meter große Mann, der sehr gut Volleyball spielt, nach Deutschland zurück.

Klaus Brinkbäumer stieg im Spiegel zum Chefredakteur auf. Sein neues Buch, dem man die Liebe zu den Vereinigten Staaten anspürt, sagt diese schon im Titel tot. Der Journalist schildert nach Gesprächen mit vielen prominenten US-AmerikanerInnen "verzweifelte Staaten, die Jahrzehnte lang über ihre Verhältnisse gelebt haben" und nun im Begriff seien "sich selbst zu verlieren". Das Resümee für Europa ist nicht neu: Wir sollten künftig nicht darauf hoffen, dass sich die Nation, die lange wegweisend für uns war, maßgeblich an der Lösung europäischer Probleme beteiligt.

Lesetipp:

Klaus Brinkbäumer, Nachruf auf Amerika - Das Ende einer Freundschaft und die Zukunft des Westens
S. Fischer, März 2018.

Redaktion: Regina Tanne/Mark vom Hofe

Verzweifelte Vereinigte Staaten? Klaus Brinkbäumer

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit | 29.03.2018 | 24:04 Min.

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