Rechtsrock – Gefahr für die Demokratie?

Besucher eines Rechtsrock-Konzerts

Rechtsrock – Gefahr für die Demokratie?

Als Rechtsrock gilt Musik mit rassistischen und gewaltverherrlichenden Texten. Die Konzerte laufen meist in abgelegenen Gebäuden in Ostdeutschland. Doch dabei bleibt es nicht, sagt der Musikexperte Thorsten Hindrichs.

Thorsten Hindrichs, Musikwissenschaftler

Thorsten Hindrichs, Musikwissenschaftler

Mittlerweile veranstalten rechtsextreme Musiker auch riesige Open-Air-Konzerte mit mehreren tausend Besuchern, betreiben Online-Shops mit jedem erdenklichen Merchandising und stürmen sogar die Charts. Besonders Kinder und Jugendliche, die diese Musik hören, könnten schnell selbst zu Nazis werden, befürchten Experten. Rechtsrock-Forscher Dr. Thorsten Hindrichs ist Musikwissenschaftler und bringt mit seiner Forschung Licht in die dunkle Welt der rechtsextremen Musik. Das Bild von Nazimusik als gefährliche "Einstiegsdroge" in den Rechtsextremismus stimme nur bedingt, sagt er. Gefährlich sei die Musik der Rechtsextremen trotzdem, weshalb wir ein wachsames Auge auf sie haben sollten, sagt Hindrichs. Die wichtigste Funktion der Musik sei nicht die Rekrutierung Jugendlicher, sondern die Vernetzung rechtsextremer Akteure und Finanzierung ihrer Gruppierungen. Politik und Verfassungsschutz sieht Hindrichs in der Pflicht, Konzerte zu unterbinden und die Szene zu beobachten.

Redaktion: Heiko Hillebrand

Rechtsrock – Gefahr für die Demokratie? – Thorsten Hindrichs

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit 22.01.2020 24:46 Min. Verfügbar bis 21.01.2021 WDR 5

Download