Warum das Landleben gefährdet ist

Blick auf ein mit Weinranken überwuchertes Haus in einem verwilderten Garten.

Warum das Landleben gefährdet ist

Traditionelles Landleben in Zeiten boomender Metropolen: Anachronismus oder sinnvolle Lebensform? Kulturgeograph Werner Bätzing erklärt in der Redezeit, warum das Land zum Verlierer des Fortschritts wurde und wie eine Aufwertung des Landlebens aussehen könnte.

Werner Bätzing

Werner Bätzing, Kulturgeograph

Das Leben auf dem Land galt vielen lange als beschränkt, borniert, hinterwäldlerisch und rückständig. Erst als Zeitschriften wie "Landlust" vor 15 Jahren auf den Markt kamen, galt das Landleben plötzlich als schick und modern und stand für eine neue und naturnahe Zukunft. Für Werner Bätzing aus dem fränkischen Bamberg ist dies ein Hochglanz-Zerrbild von Heimatidylle, die mit der ländlichen Realität nichts zu tun hat.

Der berühmte Alpenforscher beschäftigt sich seit mehr als 40 Jahren mit Natur- und Kulturräumen. Wer das "Landleben" wirklich verstehen wolle, müsse Landwirtschaft, bäuerliche Kulturlandschaften, Dorfleben und Traditionen kennen sowie die engen Verflechtungen zwischen alldem. Werner Bätzings Credo: Das Land muss wieder als gleichwertiger Lebensraum wahrgenommen werden, Stadt und Land ergänzen und brauchen sich wechselseitig, erklärt Bätzing in der WDR-5-Redezeit.

Redaktion: Heiko Hillebrand

Buch-Tipp

Das Landleben. Geschichte und Zukunft einer gefährdeten Lebensform. C.H. Beck, München 2020.

Warum das Landleben gefährdet ist – Werner Bätzing

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit 05.06.2020 23:30 Min. Verfügbar bis 05.06.2021 WDR 5

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