Kunstwerke in der Musik – Ulrike Haage

Ulrike Haage

Kunstwerke in der Musik – Ulrike Haage

Virtuos am Piano, experimentierfreudig in der Band "Rainbirds", einfühlsam bei der Komposition für Film und Theater, erfolgreich als Hörspielproduzentin: Ulrike Haage erzählt von ihrem vielseitigen Schaffen – und wie sie sich als Frau in einer Männerdomäne behauptet.

Vor genau zehn Jahren ereignete sich das Unglück von Fukushima. Ulrike Haage komponierte die Musik zum Film von Doris Dörrie "Grüße aus Fukushima", der später dazu am Originalschauplatz entstand. Wie schafft sie es, für eine so tragische Geschichte so kunstvoll und zu Herzen gehende Stücke zu komponieren?

Die Musikerin ist eine der meistbeschäftigten Filmkomponist*innen Deutschlands. Gerade erhielt sie den GEMA-Musikautorenpreis für ihr herausragendes Werk. Die Pianistin, die im Ruhrgebiet aufwuchs, behauptet sich damit in einem beruflichen Umfeld, in dem Frauen so gut wie gar nicht vorkommen. Die Plattensammlung ihrer Eltern sei der kreative Impuls gewesen, der sie schon von früher Kindheit an zu ihrer Begabung führte, sagt sie. Neben den Filmkompositionen beschenkt die heute in Berlin lebende Komponistin seit Jahrzehnten auch die Radiowelt mit ihren gefühlvollen Plots zu zig Hörspielen.

Als Corona begann, musste Ulrike Haage im letzten Frühling ihre Tournee zum aktuellen Album "Himmelsbaum" abbrechen. Wie gestaltete sich ihr Berufsleben seitdem und was sagt sie eigentlich dazu, dass die Frauen ihres Metiers neulich in Till Brönners Wutrede zur Situation Kulturschaffender gar nicht erst vorkamen?

Redaktion: Lioba Werrelmann

Am 30.06.2021 sendet die ARD den Film "Schockwellen", für den Ulrike Haage die Filmmusik komponierte, über die sie in dieser Sendung berichtet.

Kunstwerke in der Musik – Ulrike Haage

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit 08.06.2021 27:07 Min. Verfügbar bis 11.06.2022 WDR 5


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Stand: 11.06.2021, 14:22