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Tourismus und Corona - Torsten Kirstges

Zwei Kellner stehen in einem fast leeren Restaurant in Venedig

Tourismus und Corona - Torsten Kirstges

Torsten Kirstges forscht über Tourismus an der Jade Hochschule in Wilhelmshaven. Der Massentourismus bekommt derzeit eine Pause. Der Wissenschaftler berichtet, warum der Tourismus auch nach Corona wohl nicht zur Öko-Musterbranche werden wird.

Porträt Torsten Kirstges

Torsten Kirstges sieht noch keinen sanften Tourismus

Bis zur Corona-Zwangspause gab es Proteste gegen Tourist*innen auf Mallorca, Klagen in Kreuzfahrtzielen wie Venedig und Dubrovnik, Besuchermassen in Rom und Amsterdam. Die Reisebranche boomte, bestimmte Hotspots wurden überrannt. "Overtourism", übersetzt Übertourismus, ist für Torsten Kirstges von der Jade Hochschule in Wilhelmshaven seit 20 Jahren die Kehrseite der Freude am Reisen, der Reisefreiheit und des Massentourismus.

Nun wäre die Corona-Pandemie im Grunde eine gute Gelegenheit, den Tourismus zu verändern, das Problem des "Overtourism" anzugehen und auf sanften Tourismus zu setzen. Das sieht Wirtschaftswissenschaftler Torsten Kirstges aber skeptisch. Frühere Krisen zeigen, dass sich beim Reiseverhalten wahrscheinlich wenig verändern wird. Gerade in der Zeit nach Corona wird sich seiner Meinung nach schnell wieder eine Sehnsucht nach Leichtigkeit, nach unproblematischen Lösungen und nach der alten Normalität herstellen.

Redaktion: Jessica Eisermann

Buchtipp:
Torsten Kirstges (2020): Tourismus in der Kritik. Klimaschädigender Overtourism statt sauberer Industrie? München: UVK Verlag

Tourismus und Corona - Torsten Kirstges

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit 31.07.2020 24:36 Min. Verfügbar bis 31.07.2021 WDR 5


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