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Satire im Wandel der Zeit – 40 Jahre Titanic

Titelblatt der Titanic, Ausgabe November 1979

Satire im Wandel der Zeit – 40 Jahre Titanic

Bimbes-Birne, Zonen-Gaby, Pinkel-Papst und Baby-Hitler: Seit 40 Jahren provoziert das Titanic-Magazin. In der Redezeit erklärt der ehemalige Chefredakteur Tim Wolff, wie das so lange einigermaßen gut gehen konnte.

Porträt von Tim Wolff

Tim Wolff, Satiriker

Als das erste Titanic-Heft im November 1979 erschien, war Helmut Schmidt Kanzler und Deutschland lachte noch über Loriot. Es folgten 16 Jahre mit Bundeskanzler Helmut Kohl und auch fast 16 Jahre mit Angela Merkel. Die innerdeutsche Grenze fiel, die SPD spielte sich mit den Hartz- Gesetzen ins Abseits, die Grünen sitzen nicht nur im Bundestag, sie sind mittlerweile eine Volkspartei. All das und mehr hat die Satire-Zeitschrift Titanic Monat für Monat beharrlich kommentiert.

Sie hat Hans-Dietrich Genscher als "Genschman" zum Superhelden gemacht, zur Euro-Einführung den vielzierten "Teuro" erfunden und hatte nach eigenem Bekunden maßgeblichen Anteil daran, dass die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland stattfand. Wie schafft es eine satirische Instanz, über so einen langen Zeitraum relevant zu bleiben? Was macht taugliche Satire aus? Tim Wolff war von Oktober 2013 bis Ende 2018 Chefredakteur des Magazins, bevor er 2019 turnusmäßig abgelöst wurde. Der Historiker kennt alle 35 verbotenen Ausgaben, 55 Gerichtsverfahren und die zahllosen Unterlassungserklärungen.

Redaktion: Regina Tanne

40 Jahren Titanic – Provokante Titel

Hochaktuell, kritisch oder einfach albern: Auf dem Titel der Titanic ist alles möglich.

November 1982

September 1989

November 1989

Dezember 1991

November 1999

September 2001

Juni 2007

April 2014

April 2016

Satire im Wandel der Zeit: 40 Jahre Titanic – Tim Wolff

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit 10.10.2019 23:07 Min. Verfügbar bis 09.10.2020 WDR 5

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