Sylt: Die verkaufte Insel

Das Bild zeigt: Einen Leuchtturm auf Sylt.

Sylt: Die verkaufte Insel

Früher lebten auf Sylt die Sylter – und Promis kamen nur zu Besuch. Heute ist das Leben hinterm Hindenburgdamm für die Einheimischen kaum mehr leistbar. In der Redezeit erzählt die Journalistin Susanne Matthiessen von ihrer Kindheit auf der Insel – und warum sie darüber einen Roman geschrieben hat.

Krupp-Erbe Arndt von Bohlen und Halbach brachte ihr bei, wie man Sektflaschen öffnet und Rudolf Augstein fläzte sich so dominant aufs Geschäftssofa der Eltern, dass ihre Mutter Amok lief. Da war ihr der reiche Industrielle, der im Westerländer Geschäft einen Ozelot-Bikini für seine Geliebte bestellte, doch wesentlich lieber.

Susanne Matthiessen

Susanne Matthiessen, Tochter einer Sylter Pelzhändlerfamilie, erkannte früh für sich, dass sie die abgelegene Nordseeinsel verlassen musste, um Journalistin zu werden. Damals, als Pelzträger noch nicht als schlechte Menschen galten. Nun hat sie mit ihrem Roman "Ozelot und Friesennerz" nicht nur ihren Kürschner-Eltern, sondern einer ganzen Generation mittelständischer Unternehmerfamilien ein Denkmal gesetzt und erzählt von einer Babyboomer-Kindheit im wohlhabenden Westdeutschland vergangener Zeiten.

Redaktion: Chris Hulin

Sylt: Die verkaufte Insel - Susanne Matthiessen

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit 06.07.2020 23:48 Min. Verfügbar bis 06.07.2021 WDR 5

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