Anders von der Kohle erzählen

Deutsches Bergbaumuseum, Bochum, Ruhrgebiet

Anders von der Kohle erzählen

Für die Leute, die sehen wollten wie es "unter Tage" aussieht, gab es im Ruhrgebiet schon immer eine erste Adresse: Das Bergbau-Museum in Bochum. Was ändert sich dort, wenn im Revier die letzte Zeche schließt?

Die faszinierende Geschichte des Bergbaus, von der "Urproduktion" der Menschheit bis heute ist Thema  im Bergbau-Museum, das auch ein innovatives Forschungsinstitut ist, eines von acht Leibniz-Forschungsmuseen in Deutschland. Das Zeitalter der Steinkohle begeistert Direktor Dr. Stefan Brüggerhoff, der im Bergbau-Museum seit fast 34 Jahren in seinem Spezialgebiet Konservierung, Restaurierung und Materialkunde arbeitet.

Porträt von Prof. Dr. Stefan Brüggerhoff

Prof. Dr. Stefan Brüggerhoff, Direktor des Bergbaumuseums Bochum

"Kein anderer Stoff hat die Geschichte Europas in den vergangenen 200 Jahren so sehr geprägt wie die Steinkohle. Sie brachte mit dem Bergbau eine mächtige Industrie hervor und beschäftigte auf ihrem Höhepunkt […] fast drei Millionen Bergleute, die […] bald aus ganz Europa und schließlich auch aus Nordafrika, der Türkei und selbst Asien zuwanderten. Steinkohle ermöglichte die Industrialisierung und begründete die Vormachtstellung Europas gegen Ende des 19. Jahrhunderts, lieferte aber auch die Energie für beide Weltkriege und war zentrales Thema der anschließenden Friedensverhandlungen; sie führte zu erbitterten Klassenkämpfen und erschwerte politische Reformen, um nach dem Zweiten Weltkrieg die Basis sowohl für die Einigung Europas wie die Zusammenarbeit von Unternehmern und Gewerkschaften zu legen." (Aus dem Begleittext zur Austellung "Das Zeitalter der Kohle".)

Nun ist das Ende der Kohleproduktion im Ruhrgebiet beschlossene Sache. Was bedeutet das für das Bergbau-Museum?

Redaktion: Regina Tanne

Anders von der Kohle erzählen - Stefan Brüggerhoff

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit 11.12.2018 24:17 Min. Verfügbar bis 11.12.2019 WDR 5

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