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25 Jahre nach Srebrenica – Sadija Klepo

Eine muslimische Frau sitzt am Sarg eines Verwandten, eines von 534 neuidentifizierten Opfern des Massakers von 1995 in Srebrenica (10.07.2009)

25 Jahre nach Srebrenica – Sadija Klepo

Es war das größte Verbrechen in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg: Der Völkermord von Srebrenica am 11. Juli 1995. Über 8.000 bosnische Muslim*innen wurden von Serben getötet. Die Journalistin Sadija Klepo ist damals aus Bosnien nach Deutschland geflohen.

Sadija Klepo

Die Bosnierin Sadija Klepo hat den Verein "Hilfe von Mensch zu Mensch e.V." gegründet.

Die Verantwortlichen wurden verurteilt, doch der Schmerz in der Bevölkerung sitzt tief. Noch heute trauern die Menschen um Ihre Angehörigen. Damals und schon während des Bosnienkrieges mussten Hundertaussende Bosnier*innen fliehen und kamen unter anderem nach Deutschland.

Unter ihnen befand sich auch die Journalistin Sadija Klepo, die zunächst in Windeck eine sichere Zuflucht fand. Obwohl es ihr selbst nicht gut ging, versuchte sie anderen Flüchtlingen zu helfen und machte daraus eine Passion. Sie gründete Hilfsvereine, engagierte sich als Journalistin und versucht bis heute auch die Gräben zwischen den Menschen auf beiden Seiten zu überbrücken. Kollektive Schuldzuweisung nützt ebenso wenig, wie das Abstreiten der erwiesenen Grausamkeiten, sagt sie.

Redaktion: Moritz Folk

25 Jahre nach Srebrenica – Sadija Klepo

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit 10.07.2020 29:30 Min. Verfügbar bis 10.07.2021 WDR 5

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