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Glasmuseum Rheinbach

Ausstellungsstück im Glasmuseum Rheinbach: Wasser des Pazifik Rena Jarosewitsch 1993

Glasmuseum Rheinbach

Glück und Glas: In Rheinbach sind sie einander begegnet. Denn mit der Ankunft der sudentendeutschen Aussiedler nach 1945 begann Rheinbachs Karriere als "Glasstadt". Und das Glasmuseum kann auf eine 50-jährige Erfolgsgeschichte zurückblicken, erzählt Leiterin Ruth Fabritius in der Redezeit.

Ruth Fabritius

Seit Oktober 1990 ist Ruth Fabritius Leiterin des Rheinbacher Glasmuseums

Für Ruth Fabritius, die langjährige Leiterin des Glasmuseums, ist die Geschichte Rheinbachs ein Musterbeispiel für Migration und gelungene Integration. Denn viele der nach dem Krieg in großer Zahl in Rheinbach angesiedelten sudetendeutschen Aussiedler waren hochqualifizierte Experten in Sachen böhmischer Glaskunst, als Lehrer, als Unternehmer, als Handwerker mit der Glasveredelung bestens vertraut. Mit ihrem Expertenwissen und mit Hilfe staatlicher Förderprogramme entstanden innerhalb weniger Jahre Unternehmen, eine Fachschule, schließlich das Museum.

Davon profitiert die Stadt – bis heute. Denn Glas, als Werkstoff Jahrtausende alt, hat bis heute nichts von seiner Faszination und seiner Bedeutung eingebüßt. Ruth Fabritius: "Der gläserne Kristallleuchter ist heute eher weniger gefragt. Aber von der Brille bis zum Ceranfeld und vom Handy bis zum Haushaltsgerät sind wir täglich von Glas in den unterschiedlichsten Anwendungsbereichen umgeben."

Redaktion: Gundi Große

Glasmuseum Rheinbach - Ruth Fabritius

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit | 14.01.2019 | 22:57 Min.

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