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Die beste Zeit, ein Mann zu sein

Ein entspannter Mann mit geschlossenen Augen hat seinen Kopf beim Friseur in ein Haarwaschbecken zurückgelegt.

Die beste Zeit, ein Mann zu sein

Männer müssen sich vom Rollenbild des harten Mannes lösen oder sie werden in der modernen Arbeitswelt scheitern, sagt der Journalist und Autor Rudi Novotny in der Redezeit. Der "neue" Mann wünsche sich außerdem eine gleichberechtigte Partnerschaft.

Porträt von Rudi Novotny

Rudi Novotny, Journalist und Autor

Wenn Männer versuchen, dem Bild des harten, starken, unabhängigen Mannes zu entsprechen, nennt man das heute "Toxische Männlichkeit". Laut einer kürzlich veröffentlichten Studie der Indiana University in Bloomington, USA mit fast zwanzigtausend Teilnehmern, schadet dieses Rollenbild der Gesundheit der Männern vehement.

Rudi Novotny, stellvertretender Ressortleiter der ZEIT, ist sich sicher, dass es sich dabei um ein Auslaufmodell handelt. "Der Wandel der Arbeit ist die Folie, vor der sich der Wandel des Männerbildes vollzieht", schreibt Novotny, Jahrgang 1980, in seinem gerade erschienen autobiographischen Essay: "Work-Love-Balance. In der Rush Hour des Lebens wird es ernst."

Novotny ruft das Zeitalter einer neuen Männlichkeit aus. Der neue Mann sei gebildet, selbstkritisch, zärtlich zu seinen Kindern, scheue auch nicht, mit anderen Männern zärtlich umzugehen und lege Wert auf eine Partnerschaft auf Augenhöhe. So könne der Mann der Zukunft in der Arbeitswelt und bei den Frauen Erfolg haben. – Aber kann es im chaotischen, globalisierten Kapitalismus überhaupt ein "gutes Leben" geben, in dem Arbeit und Privatleben ausbalanciert sind?

Redaktion: Beate Wolff

Lesetipp:

Rudi Novotny: Work-Love-Balance. In der Rush Hour des Lebens wird es ernst. Dumont 2019, 144 Seiten, ISBN 978-3-8321-8368-4.

Die beste Zeit, ein Mann zu sein – Rudi Novotny

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit 25.04.2019 23:43 Min. WDR 5

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