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Geflüchtete in Griechenland

Migranten stehen hinter einem Stacheldrahtzaun nahe des griechisch-türkischen Grenzübergangs von Kastanies.

Geflüchtete in Griechenland

Lange schien es, als würden weniger Geflüchtete nach Europa kommen wollen. Dabei hat sich die Situation auf den griechischen Inseln über einen langen Zeitraum zugespitzt. In der Redezeit berichtet die Journalistin Rodothea Seralidou von der Lage vor Ort.

Seit die Türkei Ende Februar ihre Grenze zu Griechenland geöffnet hat, blickt auch der Rest Europas wieder auf die verheerende humanitäre Lage an seiner Außengrenze. Dabei treffen schon seit letztem Sommer wieder mehr Menschen auf der Insel Lesbos ein, die von dort weiter nach Zentraleuropa ziehen wollen. Dort leben sie in völlig überfüllten Lagern. Berüchtigt ist das Camp Moria auf Lesbos: Für 3.000 Menschen ist es ausgelegt. Tatsächlich harren darin und in den umliegenden Feldern mehr als 20.000 Menschen aus.

Porträt von Rodothea Seralidou

Rodothea Seralidou, Journalistin

Wie gehen die Leute damit um, in so einem überfüllten Camp zu leben, unter solchen Bedingungen – mit Müll, Dreck, Gestank, und ganz einfach Angst, nachts auf die Toilette zu gehen? Gibt es auch Camps, in denen alles glattläuft? Was für eine Gemeinschaft ensteht über die Jahre in den dorfähnlichen Siedlungen? Wie ist das Verhältnis der Griechen zu den Geflüchteten? Und was ist aus dem Tourismus geworden?

Die deutsch-griechische Juristin und Journalistin Rodothea Seralidou lebt und arbeitet seit zehn Jahren hauptsächlich in Griechenland. Häufig sucht sie auf den griechischen Inseln das Gespräch mit Flüchtlingen, Bewohnern und Helfern.

Redaktion: Moritz Folk

Geflüchtete in Griechenland – Rodothea Seralidou

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit 06.03.2020 22:17 Min. Verfügbar bis 06.03.2021 WDR 5

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