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Arbeiterwohlfahrt: 100 Jahre AWO

AWO-Veranstaltung nach dem Zweiten Weltkrieg: Marie Juchacz am Rednerpult, Franz Neumann und Ida Wolff (Aufnahmedatum unbekannt)

Arbeiterwohlfahrt: 100 Jahre AWO

Das 100. Jubiläum der AWO wird überschattet von einem Finanz-Skandal in Hessen. In der Redezeit spricht Dr. Philipp Kufferath von der Friedrich-Ebert-Stiftung über die Errungenschaften der AWO, ihre Aufs und Abs sowie die aktuellen Entwicklungen.

Portröt von Philipp Kufferath

Überzogene Gehälter, Luxus-Dienstwagen und zwielichtige Geschäfte: was aus hessischen Kreisverbänden der Arbeiterwohlfahrt (AWO) zuletzt ans Licht gekommen ist, trübt die Stimmung der Jubiläumsfeiern. Dabei hatte die AWO einmal eine bedeutende Rolle im Aufbau eines deutschen Sozialstaats eingenommen. Nach dem Ersten Weltkrieg, in einer Zeit geprägt von Armut, Arbeits- und Hoffnungslosigkeit, war praktische Nothilfe wichtiger denn je. Auf Antrag der SPD-Reichstagsabgeordneten Marie Juchacz beschloss der Parteiausschuss der SPD in Berlin 1919 die Schaffung einer eigenständigen sozialdemokratischen Wohlfahrtsorganisation. Zwar hatte zuvor schon mit Kinderbetreuungen, Beratungsstellen und Angeboten für Waisenkinder oder Schwangere sozialpolitische Entwicklungen gegeben, doch das Motto der AWO sollte sein: "Teilhabe statt Almosen".

Es folgten Rückschläge, ein Wiederaufstieg nach 1945 und eine Krise in den 1990er Jahren. Mittlerweile ist die AWO ein Großunternehmen – mit einem handfesten Skandal. Wie konnte es dazu kommen? Handelt es sich um einen Einzelfall – oder eher ein grundsätzliches Problem? Welche Folgen hat der Skandal für die AWO?

Redaktion: Moritz Folk

Arbeiterwohlfahrt: 100 Jahre AWO - Philipp Kufferath

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit 26.02.2020 21:41 Min. Verfügbar bis 25.02.2021 WDR 5

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