Hans Frank

Niklas Frank über die NS-Verbrechen seines Vaters

Das Todesurteil gegen Hans Frank jährt sich am 1. Oktober zum 75. Mal. Sein jüngster Sohn Niklas Frank hat sich intensiv mit der grausamen Vergangenheit seiner Eltern auseinandergesetzt.

Niklas Frank ist sechs Jahre alt, als seinem Vater Hans Frank der Prozess gemacht wird. Mit folgenden Worten wird dessen Schicksal besiegelt: "Verurteilt zum Tode durch den Strang." 

Wie kommt ein Kind damit klar, dass die Eltern Kriegsverbrecher sind, dass sie sich aus Habgier in schlimmster Weise schuldig gemacht haben? Der Journalist und Autor Niklas Frank geht damit sehr offensiv um. Das wird spätestens 1987 klar, als er sein erstes Buch veröffentlicht: "Der Vater. Eine Abrechnung." Seither hat sich Niklas Frank immer wieder mit der Schuld seiner Familie auseinandergesetzt.

„Meine Familie und ihr Henker. Der Schlächter von Polen, sein Nürnberger Prozess und das Trauma der Verdrängung“ ist das jüngste Buch, das der 82-Jährige aus Anlass des Jahrestages im August 2021 veröffentlicht hat. Darin arbeitet er den Briefverkehr zwischen dem inhaftierten Massenmörder und seiner Familie auf.

Buchtipp:

Niklas Frank: Meine Familie und ihr Henker. Der Schlächter von Polen, sein Nürnberger Prozess und das Trauma der Verdrängung.
Dietz Verlag, 2021, 288 Seiten, 24 Euro, ISBN 978-3-8012-0610-9

Gast: Niklas Frank, Journalist

Redaktion: Julia Lührs

Niklas Frank über die NS-Verbrechen seines Vaters

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit 30.09.2021 35:03 Min. Verfügbar bis 30.09.2022 WDR 5


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