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Ein Land im Identitätsstress

Die Hände einer dunkelhäutigen Frau liegen auf der Einbürgerungsurkunde der Bundesrepublik Deutschland.

Ein Land im Identitätsstress

Migrant*innen und ihre Nachfahren werden in Deutschland immer noch strukturell benachteiligt. Die Sozialwissenschaftlerin Naika Foroutan spricht in der Redezeit über fehlende Gleichberechtigung und mangelnde Teilhabe.

Naika Foroutan

Naika Foroutan forscht zu den Themen Migration und Identität.

Immer mehr Menschen in Deutschland nehmen in Anspruch, deutsch zu sein, deren Vorfahren nicht aus Deutschland kommen, deren Namen nicht klassisch deutsch klingen oder deren Haar- und Hautfarben nicht als deutsch gelten. In solch einer "postmigrantischen Gesellschaft" entstehen Diskussionen um die Frage nach Zugehörigkeit und gesellschaftlicher Teilhabe, analysiert die Migrationsforscherin Naika Foroutan.

Foroutan beschreibt ein polarisiertes Deutschland. Ein Land im Identitätsstress. Das Grundgesetz verspricht die Gleichwertigkeit aller Menschen, das Land löst dieses Versprechen aber nicht ein. Während oberflächlich der Konflikt zwischen Migrationsbefürworter*innen und -gegner*innen ausgehandelt wird, geht es eigentlich um das "Versprechen der pluralen Demokratie".

In der Redezeit spricht die Sozialwissenschaftlerin Naika Foroutan über Verteilungskämpfe, Privilegien und Identität.

Redaktion: Valentina Dobrosavljevic

Ein Land im Identitätsstress – Naika Foroutan

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit 14.08.2019 27:31 Min. Verfügbar bis 13.08.2020 WDR 5

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