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Gezeichnetes Leben – Nacha Vollenweider

Porträt von Nacha Vollenweider

Gezeichnetes Leben – Nacha Vollenweider

Die Künstlerin und Comic-Zeichnerin Nacha Vollenweider illustriert sich durch ihr eigenes Leben – zwischen Argentinien und Deutschland, zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Corona ließ sie vorübergehend in der Schweiz stranden.

Migration ist ein prägendes Thema im Leben von Nacha Vollenweider: Ein Stipendium und die Liebe lockten sie nach Deutschland. Sie lebte sechs Jahre in Hamburg, absolvierte einen Masterstudiengang – bis die Liebe zerbrach und sie mangels Aufenthaltserlaubnis nach Argentinien zurückkehren musste.

Zeichnung von Nacha Vollenweiler: ein wackelndes Haus steht auf einer Weltkugel oder einem kugeligen Virus

Weil sie nun Deutsch beherrschte, konnte Vollenweider alte Briefe und die Beschriftungen von Fotoalben ihrer Familie verstehen, die aus der Schweiz und aus Deutschland nach Argentinien ausgewandert waren. Das sei wie ein Familiengeheimnis gewesen, das sich ihr plötzlich enthüllt habe, sagt die Zeichnerin.

Seit ihrer Rückkehr nach Argentinien wandert sie zwischen den Welten: Als gefragte und angesagte Comic-Künstlerin ist sie immer wieder zu Festivals und auch zu Preisverleihungen in Europa eingeladen. Ihre Erfahrungen, Erinnerungen und Gedanken verarbeitet Nacha Vollenweider mit großer Offenheit in ihrer Kunst – etwa in der autobiographischen Graphic Novel "Fußnoten".

Heute lebt Nacha Vollenweider in Rio Cuarto, wo sie aufwuchs. Die Corona-Situation in Argentinien, sagt sie, sei nach einem sehr langen "harten" Lockdown mittlerweile eher entspannt – ökonomisch sei die Lage, gerade für Künstler, aber extrem schwierig.

Redaktion: Gundi Große

Buchempfehlung

Nacha Vollenweider (2017): Fußnoten. Avant Verlag. 208 Seiten, 20 Euro, ISBN 978-3945034675.

Gezeichnetes Leben – Nacha Vollenweider

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit 19.03.2021 16:43 Min. Verfügbar bis 19.03.2022 WDR 5


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