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Wie Corona die Ungleichheit verstärkt

26.03.2020, Mecklenburg-Vorpommern, Rostock: Bedürftige schauen sich die Sachen an, die an einem "Gabenzaun" und auf einer Bank davor für Menschen in Not abgelegt wurden.

Wie Corona die Ungleichheit verstärkt

Die wirtschaftlichen Folgen des Corona-Virus treffen uns alle. Aber manche trifft es mehr als andere. Gilt übrigens auch für andere Krisen. Woran das liegt, erklärt die Sozialforscherin Mona Motakef in der Redezeit mit Ralph Erdenberger.

Wer viel hat, kann in Pandemie-Zeiten vielleicht auf etwas Einkommen verzichten. Aber wie ist es für die, bei denen das monatliche Budget sowieso schon scharf auf Kante genäht ist? Was macht Kurzarbeit mit ihrem Leben? Was bedeutet der Jobverlust von einem Elternteil, mit dessen Einkommen Familien fest rechnen? Warum treffen Krisen wie die Corona-Pandemie die Schwachen besonders hart? Darüber sprechen wir mit der Sozialforscherin Mona Motakef.

Mona Motakef, Sozialforscherin, Humboldt-Universität Berlin

Ungleichheits- und Geschlechterforscherin Mona Motakef

Motakef ist 1977 in Teheran geboren, hat in Oldenburg und Südafrika Sozialwissenschaften und Interkulturelle Pädagogik studiert. Sie hat in München promoviert. Als Sozialwissenschaftlerin lehrt und forscht sie zu prekären Lebensverhältnissen, befasst sich mit den Phänomenen von Macht und Anerkennung sowie der Geschlechterforschung. Motakef arbeitet aktuell als Soziologin an der Humboldt-Universität zu Berlin. Mit der Kollegin Christine Wimbauer hat sie gerade das Buch veröffentlicht "Prekäre Arbeit, prekäre Liebe. Über Anerkennung und unsichere Lebensverhältnisse" beim Campus-Verlag als offene Online-Publikation. Wissenschaftlich hat sie das DFG Projekt "Ungleiche Anerkennung? 'Arbeit' und 'Liebe' im Lebenszusammenhang prekär Beschäftigter" begleitet.

Redaktion: Heiko Hillebrand

Wie Corona die Ungleichheit verstärkt

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit 16.07.2020 24:04 Min. Verfügbar bis 16.07.2021 WDR 5


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