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Den Toten eine Stimme geben

Porträt von Michaela Karl

Den Toten eine Stimme geben

Michaela Karl schreibt Biographien. Aber nicht irgendwelche, sondern solche von rebellischen Figuren und hier vor allem von rebellischen, schrägen und auf ihre Art starken Frauen.

Biographien schreiben heißt, Menschen Leben einzuhauchen und sie darzustellen. Aber wie werden Schriftsteller einem Menschen gerecht? Wie nähern sie sich ihm an? Und wie gehen sie mit ihrer großen Verantwortung um? Besonders dann, wenn sie, wie Manuela Karl, Biographien über Menschen schreiben, über die nicht viel veröffentlicht wird und somit das Werk oft für Jahre die Information sein wird, zu der alle greifen, wenn sie etwas über die Person wissen wollen.

Michaela Karl hat über Dorothy Parker geschrieben, über Maeve Brennan und Unity Mitford. Auch Biographien über Paare wie Bonnie & Clyde oder die Fitzgeralds. Die sind nicht nur die Hauptpersonen, sondern machen, über Einblicke in ihr Leben, das gesellschaftliche, soziale und politische Umfeld ihrer Zeit sichtbar. Bonnie & Clyde ist auch die Geschichte der amerikanischen Depression, Maeve Brennan die von der Emanzipation der Frauen in den fünfziger Jahren und Unity Mitford die Geschichte der Faszination des Nationalsozialismus.

Redaktion: Regina Tanne

Lesetipp

Michaela Karl: "Ich würde so etwas nie ohne Lippenstift lesen." Maeve Brennan. Eine Biographie. Hoffmann und Campe 2019, 804 Seiten, 22€. ISBN: 978-3455504149.

Den Toten eine Stimme geben - Michaela Karl

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit 22.05.2019 22:18 Min. WDR 5

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