Live hören
Jetzt läuft: Noch nicht fertig von Deine Freunde

Was bringt PISA wirklich?

Ein Junge steht vor einer Tafel mit der Aufschrift 'PISA' und rauft sich die Haare.

Was bringt PISA wirklich?

In den letzten Jahren schnitt Deutschland bei den PISA-Studien immer besser ab. Aber nicht aufgrund verbesserter Schulbildung, sagt Dr. Matthias Burchardt von der Uni Köln in der Redezeit. Denn "PISA testet nicht Bildung, sondern PISA-Kompetenz."

Matthias Burchardt

Dr. Matthias Burchardt, Philosoph und Pädagoge an der Universität zu Köln

Die Veröffentlichung des ersten PISA-Tests vor fast 20 Jahren brachte für Deutschland schlechte Ergebnisse und führte zu weitreichenden Bildungsreformen. Seitdem haben sich die Bewertungen deutscher Schüler bei PISA verbessert. In NRW zum Beispiel gibt es mittlerweile mehr Abiturienten mit besseren Noten. Trotzdem beklagen viele Eltern, aber auch Ausbildungsbetriebe und Hochschulen, dass Schulabgänger grundlegende Defizite in den Fächern Deutsch und Mathematik haben. Wie passt das zusammen?

Dr. Matthias Burchardt ist Akademischer Rat am Institut für Bildungsphilosophie, Anthropologie und Pädagogik der Lebensspanne der Universität zu Köln. Zusammen mit anderen PISA-Kritikern hat er den Verein "Gesellschaft für Bildung und Wissen" (GBW) gegründet und fordert den Ausstieg aus den OECD-weiten Leistungstests, die jedes Jahr 1,5 Millionen Euro kosten. Die GBW sieht in der "Ökonomisierung der Bildung" ein "Gefährdungspotential für den Bildungs- und Wissenschaftsstandort Deutschland".

Redaktion: Beate Wolff

Was bringt PISA wirklich? - Matthias Burchard

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit 04.06.2019 25:20 Min. Verfügbar bis 03.06.2020 WDR 5

Download