21.04 - 07.00 Uhr WDR 5 Philosophie spezial

Maryam Zaree: Geboren im Foltergefängnis

Porträt der Regisseurin Maryam Zaree

Maryam Zaree: Geboren im Foltergefängnis

Maryam Zaree wurde 1983 in Evin – einem der gefürchtetsten politischen Gefängnisse des Iran – geboren. In ihrer Familie wurde kaum über Verfolgung, Gefängnis und Flucht gesprochen, erzählt Maryam Zaree in der Redezeit.

Jetzt versucht Maryam Zaree mit ihrem preisgekrönten dokumentarischen Regie-Debüt "Born in Evin" das Schweigen zu brechen. Die 36-jährige Schauspielerin hat sich auf eine persönliche Spurensuche begeben, hat erfahren wie sie mit ihrer Mutter im Alter von zwei Jahren nach Frankfurt am Main geflohen ist und unter welch schrecklichen Bedingungen ihr Vater danach noch weitere fünf Jahre im iranischen Foltergefängnis saß.

40 Jahre nach der Islamischen Revolution hat die Filmemacherin andere Kinder über das Schweigen ihrer traumatisierten Eltern befragt und sich mit der Verantwortung der nachfolgenden Generation auseinandergesetzt. Und am Ende hat sie sich endlich getraut, ihrer Mutter, der Kommunalpolitikerin Nargess Eskandari-Grünberg, all ihre offenen Fragen zu stellen, um die verdrängte Vergangenheit aufzuarbeiten.

Der Dokumentarfilm "Born in Evin" startet am 17. Oktober 2019 in den deutschen Kinos.

Redaktion: Valentina Dobrosavljevic


Maryam Zaree: Geboren im Foltergefängnis

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit 16.10.2019 24:06 Min. Verfügbar bis 15.10.2020 WDR 5

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