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Die unsichtbaren Gastarbeiter aus Korea

Koreanische Bergleute mit Helmen und Spitzhacken auf der Zeche in Wanne-Eickel, 1964

Die unsichtbaren Gastarbeiter aus Korea

Vor 55 Jahren wurde ein Anwerbeabkommen geschlossen, das zahlreiche Koreaner in die Bundesrepublik führte. Viele sind geblieben. Der Politikwissenschaftler Martin Hyun berichtet in der Redezeit vom koreanischen Leben in Deutschland.

Martin Hyun hält in seiner Hand den historischen Puck der geeinten Frauen-Mannschaft Korea bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang 2018

Martin Hyun, Politologe

Wenn es um ehemalige Gastarbeiter geht, dann sind oft jene aus klassischen Anwerbeländern wie Italien oder der Türkei gemeint. Dabei waren das nicht die einzigen Länder, aus denen Arbeiter nach Deutschland kamen. Auch mit Südkorea wurde am 16.12.1963 ein Anwerbeabkommen geschlossen. Daraufhin kamen etwa 10.000 Koreaner, die meist im Bergbau arbeiteten. Fast noch mal so viele Koreanerinnen wurden als Krankenschwestern tätig. Heute leben um die 30.000 koreanisch-stämmige Menschen in Deutschland, viele leben in NRW, vor allem in Köln und Düsseldorf. Unser Gast Martin Hyun ist einer von ihnen. Der Politikwissenschaftler sitzt auch im Kommitee der Olympischen Winterspiele 2018 und war der erste Koreaner in der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft. Er hat mehrere Bücher über das deutsch-koreanisches Leben geschrieben und möchte, dass die koreanischen Gastarbeiter nicht vergessen werden.

Redaktion: Gundi Große

Die unsichtbaren Gastarbeiter aus Korea - Martin Hyun

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit | 10.12.2018 | 24:10 Min.

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