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Sehhilfe für die Welt: die "Ein-Dollar-Brille"

Porträt eines Kindes in Malawi, dass die "Ein-Dollar-Brille" von Martin Aufmuth trägt

Sehhilfe für die Welt: die "Ein-Dollar-Brille"

Mehr als 200 Millionen Menschen weltweit könnten besser leben, wenn sie besser sehen könnten. Abhilfe soll die "Ein-Dollar-Brille" schaffen, die Martin Aufmuth entwickelt hat. Sie wird heute bereits in acht Entwicklungsländern vertrieben.

Porträt von Martin Aufmuth

Bis vor vier Jahren war Martin Aufmuth Lehrer für Mathematik und Physik in Erlangen. Inzwischen arbeitet er als Geschäftsführer eines Vereins, in dem 400 zumeist ehrenamtliche Mitarbeiter weltweit mit der weiteren Entwicklung und dem Vertriebsaufbau für die Ein-Dollar-Brillen beschäftigt sind. Stabil, preiswert und hübsch sollen die Modelle sein, deren Materialkosten einschließlich Gläsern bei einem Dollar liegen. Kurzsichtigkeit ebenso wie Weitsichtigkeit können die Brillen beheben. Ob in Malawi, Burkina Faso, Brasilien oder Indien: Für die fehlsichtigen Menschen sei das Glücksgefühl beim ersten Blick durch eine Brille überwältigend, sagt Martin Aufmuth: Das gelte für Schulkinder, die erstmals an der Tafel lesen können, ebenso wie für die alte Großmutter, die mit Hilfe der Brille für ihre zahlreichen Enkel endlich wieder nähen kann. Entscheidend ist für ihn bei dem Projekt das Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe: Die aus den jeweiligen Ländern stammenden und ausführlich geschulten Brillenhersteller können sich und ihre Familien aus dem Verkauf der Brillen ernähren.

Redaktion: Valentina Dobrosavljevic und Gundi Große

Sehhilfe für die Welt: die "Ein-Dollar-Brille" - Martin Aufmuth

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit 28.01.2019 26:54 Min. Verfügbar bis 28.01.2020 WDR 5

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