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Weibliche Rollenmuster im Netz

Porträt von Maria Furtwängler, 25.01.2019

Weibliche Rollenmuster im Netz

Die MaLisa Stiftung von Maria Furtwängler hat eine neue Studie zur medialen Geschlechterdarstellung präsentiert. In der Redezeit spricht die Schauspielerin über die Selbstdarstellung von Mädchen und jungen Frauen auf Instagram und YouTube.

Als 2017 die erste Studie der MaLisa Stiftung in Zusammenarbeit mit der Universität Rostock veröffentlicht wurde, sorgte sie für Aufsehen. Untersucht wurde die Geschlechtergerechtigkeit im deutschen Film und Fernsehen. Und die Ergebnisse waren niederschmetternd: In zwei Dritteln aller Fernsehfilme dominierten Männer. Im Informations- aber auch im Kinderprogramm wurde die Welt zu über 70 % von Männern erklärt.

Die MaLisa Stiftung wurde 2016 von der Schauspielerin Maria Furtwängler und ihrer Tochter Elisabeth gegründet- mit dem Ziel einer freien, gleichberechtigten Gesellschaft und der Überwindung einschränkender Rollenbilder ein. Am 28. Januar 2019 hat MaLisa eine neue Studie veröffentlicht. Sie untersucht die "Weibliche (Selbst-)Inszenierung in den neuen Medien". Das Ergebnis: Auch auf diesen Plattformen sind Frauen unterrepräsentiert.

Das Verhältnis 1:2 von weiblichen zu männlichen ProtagonistInnen, das sich in Kino und TV gezeigt hat, sei laut der Studie auch bei den 100 beliebtesten Musikvideos, YouTube-Kanälen und InstagrammerInnen in Deutschland zu finden. Auch herrschten veraltete Stereotype vor: Während Frauen sich überwiegend im privaten Raum zeigten, Schminktipps gäben und ihre Hobbies präsentierten (Basteln, Nähen, Kochen), bedienten Männer Themen von Unterhaltung über Musik bis zu Games, Comedy und Politik.

Redaktion: Julia Lührs

Weibliche Rollenmuster im Netz - Maria Furtwängler

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit 29.01.2019 22:03 Min. Verfügbar bis 29.01.2020 WDR 5

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