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Moschee statt Museum – Die Hagia Sofia

Die Hagia Sofia in Istanbul in der Türkei.

Moschee statt Museum – Die Hagia Sofia

Die Hagia Sofia in Istanbul soll vom Museum wieder zur Moschee werden. Welche Geschichte sie durch Christentum, Islam, Architektur und Kunst vereint und was ein Wechsel bedeuten würde, erläutert Historiker Malte Fuhrmann in der Redezeit mit Sabine Brandi.

Historiker Malte Fuhrmann in Istanbul

Historiker Malte Fuhrmann in Istanbul

Einst die größte christliche Kirche, dann Moschee, schließlich säkulares UNESCO-Weltkulturerbe, in das im Jahr über drei Millionen Besucherinnen und Besucher aus der ganzen Welt kommen. Die Hagia Sofia, die "Kirche der göttlichen Weisheit" in Istanbul war für viele Gläubige durch die Geschichte religiöses Zentrum, bevor sie von Staatsgründer Kemal Atatürk 1935 in ein Museum umgewandelt wurde. Nun hat das Oberste Verwaltungsgericht der Türkei den Status des Gebäudes als Museum aufgehoben. Recep Tayyip Erdoğan, Präsident der Türkei hat daraufhin den Weg freigemacht, das islamische Gebet zu ermöglichen. Dieser Entschluss ruft weltweit Kritik und Sorge hervor. Die UNESCO sorgt sich um das Welterbe, viele griechisch-orthodoxe Christen sind empört.

Malte Fuhrmann, geboren 1969, ist promovierter Historiker und lebt in Berlin und Istanbul. Dort hat er viele Jahre zur Stadtgeschichte geforscht und unterrichtet, zuletzt am Europa-Institut der Istanbul Bilgi Universität. Seit 2018 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Leibniz-Zentrum Moderner Orient in Berlin.

Redaktion: Moritz Folk

Moschee statt Museum – Die Hagia Sofia – Malte Fuhrmann

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit 14.07.2020 20:33 Min. Verfügbar bis 14.07.2021 WDR 5

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