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Pest: die vergessene Pandemie – Klaus Bergdolt

Zeichnung: Sarg wird aus einem Haus getragen. Davor steht ein Mann mit Pestmaske und Glocke.

Pest: die vergessene Pandemie – Klaus Bergdolt

Unerhört und noch nie dagewesen – so erschien vielen von uns der Ausbruch der COVID-19-Pandemie in Deutschland. Denn wir alle haben die Pest nicht miterlebt. Der Medizinhistoriker Klaus Bergdolt erinnert an diese frühere Geißel der Menscheit.

Klaus Bergdolt

Klaus Bergdolt, Medizinhistoriker

Wir, als Gesellschaft in der nördlichen Hemisphäre, glaubten uns zuletzt mit Antibiotika und vielerlei Impfmöglichkeiten halbwegs sicher vor lebensbedrohlichen Infektionen, die von Mensch zu Mensch ohne direkten Körperkontakt übertragen werden. Selbst die starke Grippewelle von 2017/18 schien bekämpfbar – obwohl hierzulande viel mehr Menschen daran gestorben sind als bis jetzt an COVID 19.

Blickt man aber weiter zurück in die europäische Geschichte, fällt auf, dass Epidemien und Pandemien für viele unserer Vorfahren eine anhaltende Bedrohung waren. Gefürchtet war etwa die Pest, der "Schwarze Tod", dessen Auftreten weltweit seit dem 6. Jahrhundert überliefert ist. Der Kölner Medizinhistoriker Klaus Bergdolt hat schon vor Jahren untersucht, wie Bevölkerung, Ärzteschaft, Klerus und Obrigkeit mit der Schrecken verbreitenden Krankheit umgegangen sind. Und er sieht Parallelen zur Situation heute.

Redaktion: Gundi Große

Literaturhinweis

Klaus Bergdolt: Die Pest: Geschichte des Schwarzen Todes. C.H. Beck Verlag, 2011.

Pest: die vergessene Pandemie – Klaus Bergdolt

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit 10.08.2020 25:08 Min. Verfügbar bis 10.08.2021 WDR 5


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