DDR Sperrzone - Leben zwischen den Welten

Die Anlagen des Grenzdenkmals der frühreren innerdeutschen Grenze in Hötensleben.

DDR Sperrzone - Leben zwischen den Welten

Umgeben von Stacheldraht Richtung Westen und Osten lebten in der ehemaligen DDR Menschen in einem 500 Meter breiten Grenzschutzstreifen. In der Redezeit spricht die Autorin Kati Naumann über das Leben an der ehemaligen innerdeutschen Grenze.

Buchautorin Kati Naumann

Buchautorin Kati Naumann

"Nicht im Westen, aber auch nicht richtig im Osten", beschreibt die in der DDR aufgewachsene Schriftstellerin Kati Naumann den Sperrstreifen direkt an der innerdeutschen Grenze. Zwischen einem Zaun Richtung Westen und einem Zaun Richtung Osten lebten hier Menschen, die ihre zum Teil Jahrhunderte alten Gehöfte weiter betrieben. Nur zu bestimmten Zeiten und nach Vorlage ihrer Papiere konnten sie den Grenzschutzstreifen Richtung DDR verlassen. Auf Wunsch des DDR Regimes sollte nach Möglichkeiten kaum jemand so nah an der Grenze leben. Um dieses Ziel durchzusetzen, wurden bis in die 1980er Jahre Zwangsumsiedlungen durchgesetzt und ganze Dörfer abgerissen.

Kati Naumann beschreibt, wie der Kampf um geschehenes Unrecht sich mit dem Gefühl von Heimatverlust vermischt: Nostalgie und Wut, Sehnsucht und Erleichterung machen sich gleichzeitig breit. Über das Leben im Sperrgebiet der DDR, das Gefühl von Normalität in einem Unrechtsstaat und den Kampf um Anerkennung nach der Wende, spricht die Autorin Kati Naumann in der Redezeit.

Lesetipp
Kati Naumann / Was uns erinnern lässt / Harper Collins / 400 Seiten / 16,99 Euro

Redaktion: Beate Wolff

Leben in der DDR-Sperrzone - Kati Naumann

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit 25.02.2019 30:30 Min. WDR 5

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