Sternenkinder - Bilder für ein Leben danach

Sternenkinder

Sternenkinder - Bilder für ein Leben danach

Gina, 24. Woche, Uniklinik Köln. Verstorben vor einer halben Stunde. Nathanael, Gendefekt, wird die Geburt nicht überleben. Sternenkinder, von denen nichts auf der Welt bleiben wird. Außer ein Bild.

Kai Gebel

Fotograf Kai Gebel

Es ist noch nicht einmal ein Tabuthema. Es ist einfach ein Thema, über das Betroffene, Angehörige und Freunde von Betroffenen Paaren möglichst nicht sprechen. Zu schmerzhaft, zu wenig greifbar, zu heikel für Außenstehende. Die Eltern auf ihr totgeborenes Kind ansprechen, fällt zu schwer. Als Sternenkinder werden solche Kinder bezeichnet, die zu klein, zu jung, zu schwer behindert waren um überleben zu können. Oder Kinder, die bei der Geburt starben, weil sich die Nabelschnur um ihren Hals gewickelt hatte. Jedes Jahr werden in Deutschland ca. 2000 Kinder totgeboren oder sterben kurz nach der Geburt. Die Eltern bleiben mit ihrer Trauer allein und haben nichts als ihren Schmerz und Erinnerungen, die verblassen.

2013 startete der Fotograf Kai Gebel die Initiative "Dein Sternenkind", ein Projekt, für das er und mittlerweile 550 FotografInnen in Deutschland Bilder von diesen Sternenkinder machen. Eine erste und zugleich letzte Fotografie eines kleinen Lebens, das für die Eltern zu einer kostbaren Erinnerung wird.

Redaktion: Beate Wolff

Sternenkinder - Bilder für ein Leben danach

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit | 25.10.2018 | 23:47 Min.

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