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Tanzen ist die beste Medizin

Ein junges Paar tanzt in Buenos Aires auf der Straße Tango.

Tanzen ist die beste Medizin

Tanz ist mehr als ein "Balzritual mit Spaßfaktor", sagt die Neurowissenschaftlerin Julia F. Christensen in der Redezeit. Die rhythmische Bewegung "hat positive Auswirkungen auf Körper, Geist und Seele".

Porträt von Julia F. Christensen

Julia F. Christensen, Psychologin und Neurowissenschaftlerin

Wer gern tanzt, weiß, dass es richtig gute Laune macht, zur Musik im Takt mitzuschwingen. Es gibt aber auch Untersuchungen, die nachweisen, dass Tanzen regelrecht gesund ist: "Beste Medizin", sagt Julia F Christensen, die selbst den Tango liebt. Sie hat mit dem swingbegeisterten Biologen Dong-Seon Chang ein Buch über die kraftvolle Wirkung des Tanzens geschrieben.

Die Bewegung zur Musik lindert, so berichten die beiden WissenschaftlerInnen, nachweislich die Symptome von Parkinson und Depression. Tanzen schult den Gleichgewichtssinn, die Koordination, hilft gegen Demenz besser als jedes Gehirnjogging. Eine kurze Zusamenfassung lautet: Die (gern auch gemeinsame) Bewegung macht uns zu einfühlsameren, geduldigeren, glücklicheren und anziehenderen Menschen.

Und dann gibt es da noch die Abwandlung eines Sprichwortes: "Liebe geht durch die Beine". Man könne – so die AutorInnen – tanzend sogar Beziehungen retten, Tanzen als gesellschaftlichen Kitt benutzen. Eine Kulturtechnik, die unsere frühesten Vorfahren in allen Kulturen beherrschten.

Redaktion: Regina Tanne

Lesetipp:

Julia F. Christensen / Dong-Seon Chang (2018): Tanzen ist die beste Medizin – Warum es uns gesünder, klüger und glücklicher macht. Rowohlt. 320 Seiten. ISBN: 978-3499633539

Tanzen tut gut - Julia Christensen

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit 25.06.2019 29:43 Min. Verfügbar bis 24.06.2020 WDR 5

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