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Die Reise der Menschheit – Johannes Krause

Schädel von Menschen der Frühzeit: Australopithecus africanus, Homo rudolfensis, Homo erectus, Homo heidelbergensis, Homo neanderthalensis und Homo sapiens

Die Reise der Menschheit – Johannes Krause

Der Biochemiker Johannes Krause forscht im Bereich der Archäo- und Paläogenetik. Er wirkte u.a. an der Erbgut-Entschlüsselung des Neandertalers mit. Eine seiner aktuellen Fragen: Wie wurde der moderne Mensch zur Bedrohung für sich und andere Geschöpfe der Welt?

Wo kommen wir her, was macht den Menschen zum Menschen? Ein Zufall oder steckt ein evolutionärer Unfall dahinter? Woher kommt diese Hybris? Liegt sie schon in den Genen? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die evolutionäre Anthropologie und vor allem ein ganz neuer Zweig dieser Wissenschaft: die Archäo- und Paläogenetik. Mit Hilfe neuer genetischer Analysen fossiler Knochenfunde kann die Geschichte der Menschheit präziser rekonstruiert werden als mit herkömmlichen archäologischen Methoden. 

Johannes Krause hat diese Forschung in Deutschland etabliert und bekanntgemacht. Seine Forschung bestätigt ihm unter anderem, dass es für den Begriff der biologischen Rasse im Zusammenhang mit menschlichen ethnischen Gruppen keine Grundlage gibt. Das Konzept der menschlichen Rasse ist demnach ein Ergebnis von Rassismus – und nicht dessen Voraussetzung.

Redaktion: Jessica Eisermann

Buchtipp:

Johannes Krause und Thomas Trappe (2021): Hybris. Die Reise der Menschheit: Zwischen Aufbruch und Scheitern. Berlin: Ullstein Buchverlage. ISBN 978-3-8437-2593-4

Die Reise der Menschheit - Johannes Krause

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit 18.10.2021 24:01 Min. Verfügbar bis 18.10.2022 WDR 5


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