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Fotokünstler Herbert Döring-Spengler

Herbert Döring-Spengler

Fotokünstler Herbert Döring-Spengler

Polaroidfotos, die er in einen Toaster steckt, um sie zu verfremden: Mit dieser ungewöhnlichen Bearbeitung erweckt Herbert Döring-Spengler Mitte der 1980er Jahre großes Aufsehen. Bis zur Kunst war es jedoch ein langer Weg mit schwerer Kindheit und vielen Gelegenheitsjobs.

Motive von Käthe Kollwitz des Fotokünstlers Herbert Döring-Spengler

Käthe-Kollwitz-Collage vom Fotokünstler Herbert Döring-Spengler

In diesem Jahr feiert der Fotokünstler Herbert Döring-Spengler seinen 75. Geburtstag. Drei seiner Käthe Kollwitz Bilder sind aktuell Teil der Ausstellung „100 Jahre frauenpolitischer Aufbruch“ im Frauenmuseum Bonn, wo sie im Anschluss als Schenkung dauerhaft verbleiben. Über die Kunst haben nicht nur seine Bilder ihren Platz in der Gesellschaft gefunden, sondern auch Herbert Döring-Spengler selbst.

Bis der gebürtige Kölner sich als Künstler etabliert hat, legt er einen langen Weg zurück. Als Halbwaise wächst er in verschiedenen Kinderheimen auf, zuletzt auch in einem der berüchtigten für schwer erziehbare Kinder in Norddeutschland, wo die Kinder keine Schule besuchen, sondern stattdessen in der Landwirtschaft arbeiten müssen. Seine Schulbildung holt er als junger Erwachsener nach. Bis er mit 39 Jahren die Fotokunst zu seinem Beruf macht, jobbt er unter anderem als Anstreicher, Gärtner, Zahntechniker und Nähmaschinenverkäufer.

Vor allem durch die Kunst hat Herbert Döring-Spengler es nach seiner schweren und rauen Kindheit geschafft, einen neuen Lebensweg einzuschlagen, auf dem er seine Feinfühligkeit darstellen und der Gesellschaft Denkanstöße geben kann.

Redaktion: Beate Wolff

Fotokünstler Herbert Döring-Spengler

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit | 10.01.2019 | 22:41 Min.

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