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Was für Grenzen brauchen wir? Gerald Knaus

Gerald Knaus

Was für Grenzen brauchen wir? Gerald Knaus

Moria, Libyen, Lampedusa: Schlagworte, die "hässliche" Bilder hervorrufen. Und die, sagt Gerald Knaus, sind politisch gewollt. In der Redezeit plädiert der Migrationsforscher für eine menschlichere Flüchtlingspolitik und durchlässigere Grenzen.

Die Katastrophe im Oktober 2013 vor Lampedusa, bei der innerhalb weniger Tage mehrere Hundert Geflüchtete im Mittelmeer ertranken. Der tote Alan Kurdi am Strand von Bodrum 2015 in der Türkei. Das brennende Lager Moria 2020 auf der griechischen Insel Lesbos. Das sind Bilder, die sich einprägen. Und kaum ein anderes Thema hat in den vergangenen Jahren so sehr die Öffentlichkeit bewegt und die europäische Politik bestimmt wie die Migration. Dabei werden die Debatten oft dominiert von Parolen wie "Das Boot ist voll". Mit falschen Tatsachenbehauptungen werde die Angst geschürt, Millionen Afrikaner stünden schon an den Grenzen Europas, meint Migrationsforscher Gerald Knaus.

In seinem Buch erklärt er, welche Mythen die Debatte beherrschen, und wie es um die derzeitige europäische Flüchtlingspolitik bestellt ist. Und er zeigt auf, wie eine neue Flüchtlings- und Asylpolitik Europas aussehen könnte. Gerald Knaus ist überzeugt, dass es möglich sein muss, Grenzkontrollen mit Respekt und Menschenwürde zu verbinden.

Redaktion: Regina Tanne und Valentina Dobrosavljevic

Literaturhinweis

Gerald Knaus: Welche Grenzen brauchen wir? Zwischen Empathie und Angst – Flucht, Migration und die Zukunft von Asyl. Piper Verlag 2020. 336 Seiten, 18 €, ISBN: 978-3-492-05988-6.

Was für Grenzen brauchen wir? Gerald Knaus

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit 22.10.2020 24:05 Min. Verfügbar bis 22.10.2021 WDR 5


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