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Krank geworden mit Vernunft? – Gerald Hüther

Gerald Hüther

Krank geworden mit Vernunft? – Gerald Hüther

Weil wir unsere angeborene Lebendigkeit oft unterdrücken und verlernen, werden wir schneller krank, sagt der Neurobiologe Gerald Hüther. Wer mit Lieblosigkeit durchs Leben geht, stehe sich und seiner Gesundheit selbst im Weg.

In Corona-Zeiten können wir nicht so leben, wie wir es uns wünschen. Gerald Hüther befürchtet, dass besonders diejenigen dauerhaft Schaden nehmen, die nur noch vernünftig sein wollen. Er nennt diese Einstellung zum Leben "Lieblosigkeit". Das habe auch gesundheitliche Folgen – "Vernunftmenschen" seien anfälliger für Krankheiten und Infektionen. Hüther ist davon überzeugt, dass der Verlust des sinnlichen Erlebens der Gesundheit schadet: "Manche funktionieren nur noch und haben schon mit 20 ihre Lebendigkeit verloren und werden deshalb schneller körperlich und seelisch krank."

Warum unterdrücken Menschen überhaupt ihre Bedürfnisse, bis sie erkranken? Können Selbstheilungsprozesse auch in Gang kommen, wenn eine Gesellschaft ihre Werte auf Konkurrenz und Leistung baut? Der Neurobiologe Gerald Hüther hat sich aufgrund seiner Forschung viele Gedanken zu diesen Fragen gemacht. Er sieht grundsätzlich eine positive Entwicklung in der Gesellschaft, bewusster und gesünder zu leben – unabhängig vom Alter. 

Buchtipp:  
Gerald Hüther: "Lieblosigkeit macht krank: Was unsere Selbstheilungskräfte stärkt und wie wir endlich gesünder und glücklicher werden", Herder Verlag, 176 Seiten, 18,00 Euro

Redaktion: Beate Wolff

Krank geworden mit Vernunft? – Gerald Hüther

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit 15.04.2021 26:21 Min. Verfügbar bis 15.04.2022 WDR 5


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