Fragile Demokratie in Sachsen?

Anhänger der fremden- und islamfeindlichen Pegida-Bewegung demonstrieren am 29.02.2016 mit einer beleuchteten Deutschlandfahne vor der Frauenkirche in Dresden

Fragile Demokratie in Sachsen?

Pegida, hohe Wahlerfolge der AfD und Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte: Wie Sachsen zur Hochburg für rechte Gedanken und Taten geworden ist und was man dagegen tun kann, erzählt Bürgerrechtler Frank Richter in der Redezeit.

Bürgerrechtler und Theologe Frank Richter

Bürgerrechtler und Theologe Frank Richter

Die Bilder von Pegida-Aufmärschen vor der Dresdener Frauenkirche haben das Bild von Sachsen getrübt. Rechte Parteien wie die AfD erzielen hohe Wahlergebnisse und Neonazi-Größen und AfD-Mitglieder halten rassistische Reden zu Fuße der Semperoper. Das Bundesland Sachsen wird inzwischen bundesweit weniger mit VW-Werken, Meißener Porzellan oder studentisch-liberaler Kunst- und Kulturszene in der Dresdener Neustadt verbunden, sondern mit rechten Gedanken, Worten und Taten. Frank Richter, in Meißen geboren, Bürgerrechtler und Theologe, sieht eine gefährliche Entwicklung in seiner Heimat, die auf ganz Deutschland und die politische Landschaft ausstrahlt. Die rechte Szene in Sachsen ist seiner Einschätzung nach viele Jahre vollkommen unterschätzt und ignoriert worden. Gleichzeitig wurde politische Bildung vernachlässigt. Für die kommenden Landtagswahlen wird es darum gehen, die vielen Nichtwähler für das demokratische System zurückzugewinnen.

Literaturtipp
Frank Richter. Gehört Sachsen noch zu Deutschland? Meine Erfahrungen in einer fragilen Demokratie. Ullstein Verlag 2019. 128 Seiten. 14,99 Euro.

Redaktion: Valentina Dobrosavljevic

Fragile Demokratie in Sachsen? Frank Richter

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit 13.03.2019 21:12 Min. WDR 5

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