Poetry Slam auf Reisen

Frank Klötgen

Poetry Slam auf Reisen

Der gebürtige Essener und vielfach preisgekrönte Slampoet Frank Klötgen gilt als einer der Pioniere der Szene. Nach 18 Jahren und über 2000 Auftritten - nie ohne Hut - war der Musiker jetzt auf Poetry-Slam-Abschiedstour.

Ein Jahr lang sagte der erste Preisträger der "Netzliteratur" auf seine Art Adieu: Frank Klötgen spielte 149 Slams rund um die Welt. Der Kommunikationswissenschaftler bereiste am Ende seiner aktiven Bühnenkarriere 19 Länder und vier Kontinente, trat in Fußballstadien, Opernhäusern und ranzigen Spelunken auf. Der Gastgeber der "Grend-Slam"-Revue in Essen besuchte seine alten Home Slams in Essen, Hamburg und Berlin, aber auch Chicago, den historischen Ursprungsort der Slam-Bewegung. Und Frank Klötgen reiste zu so exotischen Schauplätzen wie Madagaskar, Dubai, Mumbai und Hawaii. Mit seinen traditionellen Versen, die er gesten-und bewegungsstark und manchmal mit musikalisch -rhythmische Anklängen präsentiert, gilt er längst als altmodisches Poetry-Urgestein. Der Netzliterat lebt und arbeitet mittlerweile in München, schreibt und organisiert längst selbst Slams in München, Heidelberg, Frankfurt a.M., Berlin und Innsbruck.

Auf seiner Weltreise spielte der deutschsprachige Bühnenlyriker und ehemalige Skateboard-Vizemeister im Freestyle von 1982 noch einmal alle Spielarten des Slam durch, scheiterte desaströs gegen Jungstars und feierte "kleine Triumphe", wie Frank Klötgen selbst schreibt. "Mein Abgang ist eine als Reise formulierte Liebeserklärung an die Bühnenpoesie".

Hinweis:
Frank Klötgen moderiert am 11.11.2017 im Grend Kulturzentrum Essen die Grend Slam Revue Nr. 49.

Buchtipp:
Frank Klötgen
Slammed! 1 Jahr, 149 Poetry Slams zwischen Hawaii und Madagaskar
Mit 16seitigem Farbfototeil
Satyr Verlag, Berlin 2017, 296 Seiten, 21€

Redaktion: Ursula Daalmann

Poetry Slam auf Reisen - Frank Klötgen

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit | 23.10.2017 | 24:56 Min.

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