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Der Genre-Akrobat – Erol Yesilkaya

Filmszene aus dem Tatort "Meta": Meret Becker und Mark Waschke als "Tatort"-Kommissare Nina Rubin und Robert Karow.

Der Genre-Akrobat – Erol Yesilkaya

Für sein Buch zum Berliner Tatort "Meta" wurde er kürzlich mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet: Erol Yesilkaya ist ein herausragender Autor und Krimi-Künstler des deutschen Fernsehens.

Drehbuchautor Erol Yesilkaya

Drehbuchautor Erol Yesilkaya

Vom Fußball und von Wahlsendungen abgesehen ist der "Tatort" das letzte Fernsehformat, das weite Teile der Gesellschaft beschäftigt. Ein Ritual. Wie experimentell darf so ein Fernsehfilm sein? Erol Yesilkaya ist ein Fan ungewöhnlicher Tatort-Krimis. Er kann unkonventionelle Geschichten so erzählen, dass sie trotzdem packende Krimis sind, er schöpft dabei aus den Vollen des Genres.

Früher war der Tatort am Sonntagabend für ihn ein Fernsehmuss, sagt Erol Yesilkaya. Er schaute den Sonntagskrimi regelmäßig aus beruflichen Gründen. Mittlerweile passiert das Ganze freiwillig, weil der Tatort in den letzten Jahren immer besser geworden sei: "Ich denke, dass immer mehr frisches Blut reinkam und mehr Kreativität." Sehr viele spannende Filmemacher arbeiteten inzwischen für den Tatort, das hat es "früher nicht gegeben".

Erol Yesilkaya kam 1976 in Istanbul zur Welt, er wuchs in Krefeld auf, studierte in Marburg und lebt heute in Berlin. Sein Tatort-Debüt war im Jahr 2011 der Fall "Borowski und der coole Hund"; zuletzt schrieb er neben "Meta" (2018) die beiden Dresdner Folgen "Wer jetzt allein ist" (2018), "Das Nest" (2019) und den Franken-Fall "Ein Tag wie jeder andere" (2019).

Redaktion: Jessica Eisermann

Der Genre-Akrobat – Erol Yesilkaya

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit 05.07.2019 28:23 Min. Verfügbar bis 04.07.2020 WDR 5

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