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Emojis im Wandel

Männliche und Weibliche Emojis mit unterschiedlicher Hautfarbe [M]

Emojis im Wandel

Emojis sind witzig, niedlich – und politisch. Der Sprachwissenschaftler Anatol Stefanowitsch erklärt in der Redezeit, wie neue Emojis entstehen und welche gesellschaftlichen Prozesse damit verknüpft sind.

Anatol Stefanowitsch

Für Anatol Stefanowitsch haben Emojis einen starken Bezug zur analogen Welt.

Frauen mit Kopftuch oder "Daumen hoch" in verschiedenen Hauttönen: In der Welt der Emojis findet man nicht nur Smileys und Herzen, sondern auch politisch korrekte Symbolik. Emojis würden immer häufiger einen Bezug auf die echte, also die analoge Welt haben, sagt Sprachforscher Anatol Stefanowitsch. Und ihr Design wird immer menschenähnlicher.

Die Welt der Emojis ist viel komplexer als sie auf den ersten Blick erscheint: Im so genannten Unicode-Konsortium tagen die großen Technikkonzerne aus dem Silicon Valley, um die Standards für Zeichensysteme festzulegen. Dazu zählen auch Emojis.

Sie werden überall auf der Welt genutzt und müssen deshalb auch kultur- und sprachübergreifend funktionieren. Die Darstellung von weißen, männlichen Piktogrammen ist daher längst überholt. Mittlerweile gibt es auch Frauen und Minderheiten in der Emoji-Welt.

Die Vielfalt in der analogen Welt macht sich also auch in der digitalen Symbolik bemerkbar – und ist ein Spiegelbild gesellschafts-politischer Debatten. Redaktion: Gundi Große

Redaktion: Gundi Große

Emojis im Wandel – Anatol Stefanowitsch

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit 23.09.2019 25:39 Min. Verfügbar bis 22.09.2020 WDR 5

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