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Deutschlands oberste Bibliothekarin

Elisabeth Niggemann steht vor Bücherregalen

Deutschlands oberste Bibliothekarin

Über 20 Jahre war sie Hüterin über 36 Millionen Bücher als Generaldirektorin der Deutschen Nationalbibliothek. In der Redezeit erzählt Elisabeth Niggemann, weshalb die Institution als Gedächtnis der Nation bezeichnet wird.

Elisabeth Niggemann war seit 1999 Deutschlands oberste Bibliothekarin an der der Deutschen Nationalbibliothek, kurz DNB genannt, mit Sitz in Frankfurt am Main. Zum Ende des Jahres 2019 geht sie in den Ruhestand. Die promovierte Biologin und Anglistin aus dem Ruhrgebiet hat erst spät zum Beruf Bibliothekarin gefunden. In ihrer Zeit wuchsen die vormals getrennten Nationalbibliotheken in Leipzig und Frankfurt am Main zur DNB zusammen, die sie beide ins digitale Zeitalter geführt hat. Eine Mammutaufgabe.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Büchereien, in denen der Bestand regelmäßig ausgetauscht wird, ist die DNB eine Archiv- und Präsenzbibliothek. Allein in Frankfurt wird in drei unterirdischen Magazinen – jedes so groß wie ein Fußballfeld – alles gesammelt und archiviert, was in Deutschland jemals seit 1946 gedruckt und digital publiziert wurde. Archiviert wird alles, was im Ausland in deutscher Sprache veröffentlicht wird, sowie alle Noten, Schallplatten und Musik-CDs. Zu den 36 Millionen Medienwerken gehören auch 1.300 digitale Zeitungstitel wie Kicker, Micky Maus oder Brigitte.

Redaktion: Beate Wolff

Deutschlands oberste Bibliothekarin – Elisabeth Niggemann

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit 30.12.2019 27:29 Min. Verfügbar bis 29.12.2020 WDR 5

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