Opferschutz in NRW

Ein Plakat mit der Aufschrift "Opferschutz kostet Geld. Kein Opferschutz kostet Leben

Opferschutz in NRW

Seit Ende 2017 hat Nordrhein-Westfalen erstmals eine eigene Opferschutzbeauftragte. Elisabeth Auchter-Mainz will die Hilfe für Opfer von Strafdelikten verbessern und sich in Justiz und Öffentlichkeit für deren Wahrnehmung stark machen.

Elisabeth Auchter-Mainz, erste Opferschutzbeauftrage NRWs

Nordrhein-Westfalen ist das erste Flächenland, das eine offizielle Opferschutzstelle eingerichtet hat. Darin dokumentiert sich die Sensibilisierung für ein Thema, das im Justizwesen lange eher stiefmütterlich behandelt wurde: Vorrang hatte stets der Blick auf den Täter und die zu ahnende Straftat. Aber das ist für Elisabeth Auchter-Mainz eben nur die eine Seite der Medaille: "Zu jeder Straftat gehört ein Opfer", sagt sie und sieht hier jede Menge Handlungsbedarf: Ansprechpartner und Lotse im akuten Notfall will sie mit ihren Mitarbeiterinnen sein, egal, ob es sich um Fälle von häuslicher Gewalt, um Straftaten an Senioren oder politisch motivierte Taten handelt. Die Vernetzung vorhandener Opfer-Einrichtungen soll dafür eine Grundlage schaffen. Deren Interessen und Anliegen wiederum gilt es zu bündeln und zu artikulieren, um so eine größere Öffentlichkeit für das Thema zu schaffen. Wesentliches Ziel müsse es sein, so Elisabeth Auchter-Mainz, "Stimme derer zu sein, die oft keine Kraft mehr haben, ihre Stimme zu erheben."

Redaktion: Valentina Dobrosavljevic

Opferschutz in NRW - Elisabeth Auchter-Mainz

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit | 04.01.2018 | 25:35 Min.

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