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Dörte Maack - vom Trapez ans Rednerpult

Porträt Dörte Maack

Dörte Maack - vom Trapez ans Rednerpult

Menschen sind immer nett zu Blinden, sagt Dörte Maack, die durch eine Krankheit ihre Sehkraft verloren hat. Das findet sie grundsätzlich gut. Die Kehrseite des "Nett-zu-Blinden-Seins" sei aber häufig eine Unterschätzung der Person.

Aufgewachsen ist Dörte Maack auf einem Bauernhof in Schleswig-Holstein. Bis zu ihrem 25. Lebensjahr führt die ausgebildete Trapezkünstlerin das Leben einer schillernden Zirkusartistin. Dann ereilt sie die Diagnose einer unheilbaren Augenkrankheit. Sie versucht ihre schleichende Erblindung anfangs zu ignorieren, betäubt ihre Angst mit Schokolade, Rotwein und Schuhe kaufen. Sie reist für drei Monate nach China und lässt sich  mit Traditioneller Chinesischer Medizin behandeln. Erst als auch das nicht klappt, kommt der absolute Tiefpunkt. Aber auch der Wendepunkt.  

Sie besorgt sich noch mit wenig Sehvermögen einen Blindenstock und trainiert, wie man damit umgeht. Nach vollständiger Erblindung studiert Dörte Maack Pädagogik, Sportwissenschaft und Linguistik. Die Prüfung im Hürdenlauf schließt sie mit einer Eins ab. Ihr Selbstvertrauen und -bewusstsein steigen wieder. Heute arbeitet die 51-Jährige als Rednerin und Coach für Führungskräfte und sieht wesentlich mehr als Sehenden bewusst ist.

Redaktion: Regina Tanne

Buchtipp:
Dörte Maack: "Wie man aus Trümmern ein Schloss baut", Patmos Verlag, erscheint am  27. August 2020

Dörte Maack - vom Trapez ans Rednerpult

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit 06.08.2020 23:00 Min. Verfügbar bis 06.08.2021 WDR 5

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