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Ralph Erdenberger

Babylon in Piccola Sicilia

Daniel Speck

Babylon in Piccola Sicilia

Christen, Juden und Muslime lebten friedlich zusammen – bis die Deutschen kamen. Erfolgsautor Daniel Speck über die Stadt Tunis und speziell das Hafenviertel Piccola Sicilia, einem bislang eher unbekannten Schauplatz der Zeit des Nationalsozialismus.

Der Münchener Schriftsteller und Drehbuchautor Daniel Speck wurde bekannt mit seinem Migrantenepos "Bella Germania" und mit seinen Drehbüchern zu Filmen wie "Meine verrückte türkische Hochzeit" und "Maria ihm schmeckt's nicht". Basierend auf einer wahren Geschichte entführt Speck nun in seinem neuen Roman "Piccola Sicilia" in die 1940er-Jahre in Tunesien. Dort angesiedelt erzählt er unter anderem die Geschichte eines Wehrmachtssoldaten, der mehrere Juden vor der SS rettete – und der seinerseits von einer jüdischen Familie gerettet wurde, als die Alliierten Tunis eroberten.

Der Roman ist eine Hommage an die Metropole Tunis und ihr Hafenviertel Piccola Sicilia. Zugleich erzählt er von einem bislang eher unbekannten Schauplatz des Zweiten Weltkriegs. Daniel Speck, der selbst schlesische und tunesische Wurzeln hat, begreift seinen Roman auch als Statement für das plurale Zusammenleben in Zeiten, in denen radikal nationalistische Einstellungen wieder salonfähiger zu werden drohen.

Redaktion: Gundi Große

Literaturtipp

Daniel Speck: Piccola Sicilia
S. Fischer Verlag, Berlin 2018, 624 Seiten

Babylon in Piccola Sicilia - Daniel Speck

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit | 22.11.2018 | 23:49 Min.

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