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Wie bekämpft man Antisemitismus?

Porträt von Claudia Vanoni

Wie bekämpft man Antisemitismus?

Am 1. September 2018 wurde Claudia Vanoni in Berlin zur bundesweit ersten Antisemitismusbeauftragten einer Generalstaatsanwaltschaft berufen. Welche Erfahrungen sie bislang gemacht hat, erzählt die Oberstaatsanwältin in der Redezeit.

Primäres Ziel der Antisemitismusbeauftragten ist es, dass bei einer Tat antisemitische Motive auch wirklich erkannt werden. Und diese lassen sich heutzutage nicht immer eindeutig identifizieren, denn die Erscheinungsformen von Antisemitismus sind vielfältig. In 2017 verzeichnete die Polizei in Berlin 305 Fälle antisemitisch motivierter Straftaten; 2018 waren es allein bis Mitte März schon 295 Delikte: Verleumdung, Hasstiraden, Volksverhetzung, Sachbeschädigung und mit zunehmender Tendenz auch Gewalttaten.

Doch nicht nur Strafverfolgung steht im Fokus ihrer Arbeit. Ziel ist auch die Sensibilisierung, Beratung und Schulung auf behördlicher Seite, sowie die aktive Vernetzung und Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde Berlins und weiteren Institutionen jüdischen Lebens. Eine große Rolle spielt dabei auch die Präventionsarbeit, die bereits in den Kindergärten und Schulen ansetzen sollte.

Als Antisemitismusbeauftragte muss Claudia Vanoni einerseits Verständnis aufbringen für die Leidtragenden antisemitischer Übergriffe, die in Angst und mit massiven Freiheitseinschränkungen leben müssen. Andererseits muss sie sachlich bleiben. Wie macht sie das?

Redaktion: Valentina Dobrosavljevic

Wie bekämpft man Antisemitismus? – Claudia Vanoni

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit 24.10.2019 23:53 Min. Verfügbar bis 23.10.2020 WDR 5

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