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03.03 - 04.00 Uhr Philosophie spezial

Die Optimierung des Menschen

Computergrafik Menschen, DNA, Genforschung

Die Optimierung des Menschen

Dank neuester Möglichkeiten der Genforschung scheinen der Optimierung des Menschen in Zukunft kaum mehr Grenzen gesetzt zu sein. Ethisch betrachtet wirft das Probleme auf, sagt der Philosoph Christoph Andreas Marx in der Redezeit.

Portät von Christoph Andreas Marx

Christoph Andreas Marx, Philosoph

Die technischen Mittel der Genforschung, zum Beispiel die so genannte "Genschere, greifen tief in die menschliche Natur ein. Sie bergen große Chancen, wie etwa die Bekämpfung von Krankheiten, unter denen Millionen Menschen leiden. Aber von der Option, Menschen "designen" zu können, gehen auch enorme Risiken aus.

Durch die neuen wissenschaftlichen Möglichkeiten stellen sich grundlegende philosophische Fragen mit akutem Debattenbedarf: Was macht den Mensch zu Menschen? Was ist der Mensch? Und was soll er sein? Wie sehr darf die Technik in die Natur des Menschen eingreifen? Und: Darf der Mensch überhaupt "Gott spielen"? Falls ja: Wer entscheidet, was möglich ist – und was nicht?

Christoph Andreas Marx ist Philosoph und Lehrer. Er empfiehlt Gedankenexperimente, um philosophische Probleme nachvollziehbar zu machen. Sein gerade erschienener philosophischer Roman "Homo Novus" ist ein solches Gedankenexperiment in Erzählform: Was bedeutet es, wenn der Mensch die technischen Mittel hat, um sich selbst zu einem Homo Novus, einem neuen Menschen zu machen?

Redaktion: Gundi Große

Buchtipp

Christoph Andreas Marx: Homo Novus. Philosophischer Roman. Freiburg: Verlag Karl Alber 2019. 312 Seiten, 28 €, ISBN 9783495491195.

Die Optimierung des Menschen – Christoph Andreas Marx

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit 23.10.2019 25:53 Min. Verfügbar bis 22.10.2020 WDR 5

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