Wie sich die Neuen Rechten vernetzen

Symbolbild: Teilnehmer mit Fahne an einer Demonstration der Identitären Bewegung

Wie sich die Neuen Rechten vernetzen

Christian Fuchs und Paul Middelhoff haben jahrelang im einflussreichen rechten Netzwerk recherchiert, das in den letzten Jahren in Deutschland entstanden ist. In der Redezeit spricht der Journalist Christian Fuchs über diese Neuen Rechten.

Rechte Stiftungen, Vereine, Denkfabriken, Verlage, Kleidungslabels, sogar eine Gewerkschaft – nahezu unbemerkt von der Öffentlichkeit ist in Deutschland ein neues rechtes Netzwerk entstanden. Die Akteure kommen etwa aus der AfD, den Burschenschaften, aus dem Netzwerk "Ein Prozent" oder der sogenannten "Identitären Bewegung". Sie wollen die Errungenschaften der 68er zurückdrehen und einen grundlegenden gesellschaftlichen Wandel.

"Die Neue Rechte versucht, den Diskurs zu verändern und die gesellschaftliche Mitte zu übernehmen", sagt Christian Fuchs in der Redezeit. Die Strömungen der Neuen Rechten unterschieden sich teilweise sehr. "Was alle wollen: ein starkes Deutschland, ein bisschen wie im Kaiserreich."

Christian Fuchs

In ihrem Buch "Das Netzwerk der Neuen Rechten" zeichnen die Reporter der Zeit, Christian Fuchs und Paul Middelhoff, dieses Netzwerk nach, gehen der Ideologie der Neuen Rechten auf den Grund, zeigen die Verbindungen zwischen Führungspersonen und Organisationen. Dabei zeigt sich vor allem, wie eine kleine Gruppe von 50 bis 100 Rechten linke Aktionsformen nachahmt, die Medienlogik versteht, soziale Netzwerke geschickt für sich nutzt und es so schafft, den öffentlichen Diskurs mitzubestimmen.

Buchtipp

Christian Fuchs und Paul Middelhoff (2019): Das Netzwerk der Neuen Rechten: Wer sie lenkt, wer sie finanziert und wie sie die Gesellschaft verändern
Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 2019, 288 Seiten

Redaktion: Valentina Dobrosavljevic

Das Netzwerk der Neuen Rechten - Christian Fuchs

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit 10.05.2019 28:02 Min. Verfügbar bis 09.05.2020 WDR 5

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Stand: 09.05.2019, 16:52