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Vom tödlichen Wunschdenken – Carolin Emcke

Porträt Carolin Emcke

Vom tödlichen Wunschdenken – Carolin Emcke

Als am 22. März 2020 "Kontaktbeschränkungen" beschlossen werden, beginnt Carolin Emcke mit ihrem "Corona-Tagebuch". In der Redezeit erzählt die Philosophin, wie sie die historische Zäsur beobachtet hat.

Zehn Wochen, vom 23. März bis zum 29. Mai 2020, und nach einer Sommerpause im November notiert Carolin Emcke, was ihr während der Pandemie auffällt: nächtliche Albträume, unmögliche Abschiede von geliebten Menschen oder nationalistische Reflexe Europas. Sie analysiert die autoritäre Verführung des Virus, registriert das stille Berlin, denkt über die Normalität, ihre Intuitionen nach und über ihre Liebe zu Landkarten. Sie beginnt türkische Wörter zu lernen und versucht, den Sinn von Danach und Davor zu ergründen.

Mit ihren subjektiv-philosophischen Notizen und Alltagsbeobachtungen spürt die Publizistin der Pandemie nach, diesem "epochalen Ereignis", wie sie sie nennt. Carolin Emcke widersetzt sich der Neigung, nur die eigene Stadt oder Region zu betrachten. Immer wieder reflektiert sie Corona in ihrer Chronik als globale Herausforderung. Mit Achim Schmitz-Forte spricht sie über die Ausnahmesituation, von der niemand weiß, wann sie zu Ende sein wird und wie sie uns verändert.

Redaktion: Regina Tanne

Buchtipp:
Carolin Emcke - Journal: Tagebuch in Zeiten der Pandemie,  S. Fischer, 272 Seiten, 10. März 2021, 21 Euro.

Vom tödlichen Wunschdenken – Carolin Emcke

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit 10.03.2021 21:56 Min. Verfügbar bis 10.03.2022 WDR 5


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