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Heinz Felfe: Ein ganz besonderer Maulwurf

Heinz Felfe stellt 1986 seine Memoiren vor.

Heinz Felfe: Ein ganz besonderer Maulwurf

Die DDR hatte dutzende Spione in den Behörden der Bundesrepublik – Heinz Felfe war einer der spektakulärsten Fälle. Bodo V. Hechelhammer, Chef-Historiker des Bundesnachrichtendienstes, erzählt in der Redezeit die Geschichte des legendären Mehrfach-Agenten.

Porträt von Bodo V. Hechelhammer

Bodo V. Hechelhammer, Chef-Historiker des Bundesnachrichtendienstes

Einstige Nationalsozialisten waren in der Nachkriegszeit gefragt beim Bundesnachrichtendienst (BND) und seinem Vorläufer, der so genannten Organisation Gehlen. Aufgrund ihrer Ideologie galten sie als das perfekte geheimdienstliche Bollwerk gegen den Kommunismus. Ein fataler Irrtum, wie der Spionagefall Heinz Felfe zeigte: Der ehemalige SS-Obersturmführer, der in der Kriegszeit auch zum Täter geworden war, brachte es in den 1950er Jahren bis zum Leiter der Gegenspionage für die Sowjetunion – er verriet hunderttausende Geheimnisse und hunderte Agenten an den sowjetischen Geheimdienst KGB, der ihn Anfang der 1950er Jahre angeworben hatte. Bodo V. Hechelhammer, früher selbst Agent, heute Chefhistoriker des Bundesnachrichtendienstes, hat das Leben seines "Kollegen", der zum Verräter wurde, minutiös aufgearbeitet. Ein Spionagefall, der die deutsch-deutsche Geschichte spiegelt wie kein zweiter.

Literaturtipp

Bodo V. Hechelhammer: Spion ohne Grenzen. Heinz Felfe – Agent in sieben Geheimdiensten. München: Piper 2019. 416 Seiten, 24 €, EAN 978-3-492-05793-6.

Redaktion: Heiko Hillebrand

Heinz Felfe: Ein ganz besonderer Maulwurf – Bodo V. Hechelhammer

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit 08.10.2019 24:51 Min. Verfügbar bis 07.10.2020 WDR 5

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