Infiziert mit dem Arktis-Virus

Grönland

Infiziert mit dem Arktis-Virus

Dreimal vier Wochen war Birgit Lutz im Osten Grönlands. Das traditionelle Leben dort hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Zum Besseren? Die europäische Brille ist für die Arktisspezialistin wenig hilfreich, wenn es um einen wertfreien Blick auf die weltgrößte Insel geht.

Birgit Lutz

Der hohe Norden übt auf Birgit Lutz eine ungeheure Faszination aus. Fünfzehn Mal ist sie bereits am Nordpol gewesen, hat Grönland durchquert, betreut regelmäßig Expeditionen in die Arktis. Was ursprünglich dem Wunsch nach Abenteuer und sportlicher Herausforderung entsprang, steht für sie heute unter den Vorzeichen eines (umwelt-)politischen und sozialen Engagements: Ob Robbenjagd oder Walfang, Alkoholismus oder Suizidrate - für Birgit Lutz erscheinen viele Erlebnisse und Erfahrungen in einem anderen Licht, seit sie mit den Menschen im Osten Grönlands eine Zeit zusammengelebt hat. Gerade mal 2.500 Menschen leben dort, in einem 'Zwischenreich' zwischen den Traditionen uralter Jäger-Kultur und den Anforderungen einer neuen modernen Welt. "Einfach zu leben, ist heute alles andere als einfach", sagt Birgit Lutz.

Literaturtipp:
Birgit Lutz: Heute gehen wir Wale fangen. Wie mich die Grönländer mit in ihre Welt nahmen.
München: btb-Verlag. 2017. 448 S.
ISBN: 978-3-442-75411-3

Redaktion: Jessica Eisermann

Infiziert mit dem Arktis-Virus - Birgit Lutz

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit | 20.11.2017 | 28:55 Min.

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