Krankenhausentlassung – und was dann?

Eine Ärztin überreicht ihrer Patientin die ärztlichen Entlassungspapiere bei der Verabschiedung nach einem Krankenhausaufenthalt.

Krankenhausentlassung – und was dann?

Nur wenige Patienten wissen bei ihrer Entlassung, wie es nach ihrem Krankenhausaufenthalt weitergehen soll. Das kann ungünstige Folgen haben, erklärt der Gesundheitsökonom Bernard Braun in der Redezeit.

Viele Patienten, die das Krankenhaus verlassen, sind weiterhin angewiesen auf eine akutmedizinische Behandlung und auf pflegerisch-soziale Unterstützungsangebote. Eine gute Vorbereitung auf die Krankenhausentlassung bringt spürbaren gesundheitlichen Nutzen für Patienten und spart vermeidbare Gesundheitsausgaben, sagt Bernard Braun. Vor einem Jahr hatte der Gesetzgeber für die Patienten ein so genanntes Entlassungsmanagement gesetzlich vorgeschrieben. Darüber werden die Patienten aber offenbar nicht immer ausreichend informiert. Im letzten Jahr haben so weniger als ein Fünftel (19,2 Prozent) der Patienten einen Entlassplan zu ihrem Behandlungsbedarf an die Hand bekommen.

Porträt von Bernard Braun

Bernard Braun, Gesundheitsökonom

Auch die Hoffnung der Gesundheitspolitiker, die neue Vergütungsform der "Fallpauschalen" könnte dem Patientenwohl dienen, hat sich bisher nur ansatzweise erfüllt. Das ergab eine aktuelle Studie von Bernard Braun, Sozial- und Gesundheitswissenschaftler in Bremen. In der Redezeit erläutert Braun seine Studie und klärt unter anderem, welche Risiken ein Krankenhausaufenthalt birgt. Wie ließe sich die Arbeit der Kliniken verbessern? Wie lassen sich "Drehtüreffekte" vermeiden? Wie könnte man das Entlassungsmanagement der Krankenhäuser verbessern? Oder sollte die bisher ambulant und stationär getrennte Gesundheitsversorgung grundsätzlich zusammengeführt werden?

Redaktion: Heiko Hillebrand

Krankenhausentlassung – und was dann? - Bernard Braun

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit | 31.10.2018 | 23:49 Min.

Download