Die Kunst der Vogelbeobachtung

Wasseramsel (Cinclus cinclus) sitzt auf Ast an Flußufer, Hessen, Deutschland

Die Kunst der Vogelbeobachtung

Vögel gehören zu den rätselhaftesten Wesen in der Natur, sagt der frühere Verleger Arnulf Conradi. Seit Kindertagen geht er durch die Natur, hört auf Vögel, beobachtet sie. Warum das gut für die Seele sein kann, erzählt er in der Redezeit.

Arnulf Conradi, Vogelbeobachter

Arnulf Conradi

Angeblich erkennt er jeden deutschen Vogel am Gesang oder an seinen Rufen. Amsel, Drossel, Fink und Star: Der ehemalige Gründer des Berlin-Verlags ist von diesen Vögeln genauso hingerissen wie von Distelfinken, Zaunkönig, Rotkehlchen, Blaumeise. Arnulf Conradi lauscht der Amsel, einer, wie er sagt, virtuosen Hochleistungskomponistin und der Nachtigall, einer begnadeten Solokünstlerin: Für den passionierten Vogelbeobachter die besten Sänger hierzulande! In der Natur ist entspannte Aufmerksamkeit für den einstigen Cheflektor alles. Selbst beim Waldspaziergang hört der frühere kulturpolitische Berater von Gerhard Schröder nicht irgendein ein wildes Konzert, sondern unterscheidet die vielen Vogelstimmen. Die Kunst, Vögel zu beobachten vergleicht Arnulf Conradi mit Zen-Meditation. Beides ist selbstgenügsam, man ruht in sich, und es geht nie darum, etwas zu erreichen. Seine Beobachtungen aus der Antarktis, aus der Uckermark, aus Berlin sowie aus Alpen- und Parklandschaften hat der Birdwatcher aufgeschrieben – vor allem für seine fünf Kinder, wie er im Vorfeld der Redezeit erzählt hat.

Buchtipp
Zen und die Kunst der Vogelbeobachtung. Arnulf Conradi. Verlag Antje Kunstmann. München 2019. 240 Seiten.

Redaktion: Heiko Hillebrand

Die Kunst der Vogelbeobachtung - Arnulf Conradi

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit 02.04.2019 28:19 Min. Verfügbar bis 01.04.2020 WDR 5

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